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Supervision
Supervision

© Praxis Dr. Rambauske (2015)

Supervision im allgemeinen Sinn kann zur persönlichen Weiterbildung, zur Klärung eigener Ziele und Werte, zur besseren Verarbeitung persönlicher rollenbedingter Probleme und zum Erkennen des eigenen Anteils an sozialen Interaktionsmustern beitragen. Weiter kann sie als Lehrprozess zur Vermittlung sozialer Fertigkeiten, als Prozess der Einstellungsveränderung und als Kontroll- und Korrekturprozesse fungieren.

 

In berufsspezifischen Supervisionsprozessen stehen die Verbesserung der jeweils berufsbezogenen Handlungskompetenzen sowie die Ausprägung von konkreten Berufsrollen und berufsethischen Einstellungen im Vordergrund. Eine wesentliche Bedeutung haben dabei die Ziele, Funktionen und Methoden der berufsspezifischen Supervision.

Im Zentrum steht die Kommunikation zwischen dem Supervisanden und dem Supervisor. Der Supervisand hat die Möglichkeit, seine, im Rahmen der Psychotherapie aufgetretene Gedanken, Gefühle, Meinungen und Hypothesen selbst-kritisch zu reflektieren und hinterfragen.

 

Im Rahmen der Verhaltenstherapieausbildung spielt die geforderte Supervision eine quantitativ bedeutsame Rolle. Ebenso wird seitens der Ausbildungskandidaten Supervision als inhaltlich relevant eingestuft, denn sie trägt zum positiven Kompetenzerwerb im psychotherapeutischen Setting wesentlich bei. Neumann et al. (2013) betonen weiter, dass das Erlernen von Beziehungs- und emotionalen Kompetenzen als notwendige Schwerpunkte und Herausforderung für die verhaltenstherapeutische Ausbildung sind.

Grob wird die Supervision in Praktikums- sowie Fallsupervision eingeteilt. Ziel der Fallsupervision ist die Verbesserung der professionellen Kompetenz, der Supervisand lernt an dieser Stelle über die Reflexion der Fallarbeit und reflektiert u.a. folgende Themen (Supervisionsrichtlinie BMG): zu welchen Übertragungs- und Gegenübertragungsbeziehung bzw. Interaktionsmustern neigt die Klientin; wann und welche Schwierigkeiten tauchen auf; Erkennung eigener „blinder Flecken“; Gruppenprozesse, Interaktionen, Kommunikationsabläufe; neue Sichtweisen und Interventionsmöglichkeit im therapeutischen Kontext; Klärung der Fragen betreffend die berufliche Identität; Psychotherapie in schwierigen Situationen; Reflexion der eigenen Frustrationstoleranz; Förderung des diagnostischen Verständnisses; durch die Supervision eingetretene Veränderungen im therapeutischen Kontext; Umsetzung von aktuellen Theorieinhalten in die Praxis; Erstellung von Gedächtnisprotokollen. Die Praktikumssupervision bezieht sich inhaltlich auf die Erfahrung und Erlebnisse in der Praktikumseinrichtung.

 

Supervisionsziele:

Verfolgt werden u.a. folgende Ziele (Supervisionsrichtlinie BMG): Förderung der Kommunikation; Hilfestellung bei der Bewältigung zwischenmenschlicher Probleme; Entwicklung des persönlichen Potenzials in beruflichen Arbeitsfeldern; Verbesserung der Teamarbeit; Erkennung von Schwachstellen in Organisationen; Förderung effektiver Kooperation; Gewinn von Selbstsicherheit; Begleitung bei wichtigen beruflichen Entscheidungen; Hilfestellung beim Erkennen von Entscheidungsmöglichkeiten und Vermeidung von Burnout.

Die psychotherapeutische Supervision als berufsspezifische Supervision fokussiert u.a. auf folgende Ziele (Supervisionsrichtlinie BMG): differenzierte Gestaltung der therapeutischen Beziehung; Wahrnehmung der Übertragung und Gegenübertragung sowie der Interaktions- und Verhaltensmuster von Psychotherapeutin und Klientin; Stärkung der Motivation und Förderung der Flexibilität im Hinblick auf das Erarbeiten neuer Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten; Erhöhung der Selbstverantwortlichkeit der psychotherapeutischen Tätigkeit; Anwendung der jeweils erlernten fachspezifischen Methoden und Techniken; Vermittlung von Wissen über Gruppenprozesse, Interaktionen und Kommunikationsabläufe; Erkennung von eigenen neurotischen Mechanismen sowie den therapeutischen Prozess störenden Interaktionsmustern; Kennenlernen eigener „blinder Flecken“; Erkennen, mit welchen Klientinnen bestimmte Schwierigkeiten weiderholt auftreten und welchen Einfluss diese auf therapeutische Arbeit haben; Reflexion des Überweisungskontextes und Klärung des therapeutischen Auftrages; Kontrolle der Qualität des psychotherapeutischen beruflichen Handelns an der Klientin; Reflexion des Behandlungsvertrages und des Therapieprozesses; Beachtung der Regelkongruenz des therapeutischen Handelns in theoretischer, methodische rund organisatorischer Hinsicht; Anfertigen und Bearbeitung von Gedächtnisprotokollen.

Die verhaltenstherapeutische Ausbildung verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele (Willutzki, 2005; vgl. Neumann et al., 2013):

  1. Förderung der personalen Kompetenz: Unterstützung der Supervisanden bei der Übernahme der Rolle eines selbständig und eigenverantwortlich handelnden Psychotherapeuten.
  2. Ausgestaltung dieser Rolle im Sinne einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Grundausrichtung (Schwerpunkt psychotherapeutische Methode).

Weiter tragen die Supervisoren Verantwortung für die Behandlungsqualität für den Klienten und den Kompetenzerwerb des Supervisanden.

 

 

In unserer Praxis wird Selbsterfahrung im Einzel- und Kleingruppensetting (á 2 Personen) angeboten. Die Sitzungen können auf Wunsch geblockt stattfinden. Weitere Information sowie Terminvereinbarung unter +43 650 8218488 oder rambauske-martinek@gmx.at

 

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